Anfa must be revealed and ended

Last week’s „discovery“ of the secret Agreement on Net Financial Assets (Anfa) that seemingly even ECB President Mario Draghi was not quite aware of (or he was ad subsequently was embarrassed by being caught), showed that matters at the core of the Eurosystem are rotten.

Anfa shows three things: First, some people in the ECB Council must be explained that public trust and transparency are modern central banks only working instruments; second, the decision-making process in the ECB council is in effect worthless; and last, even technocratic expert gremium need either checks and balances or must be greatly curtailed in their freedoms.

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Fiscal transfers without controls are a bad idea

Yesterday, France’s economy minister, Emmanuel Macron, suggested the Euro Area should have a permanent fiscal transfer mechanism that diverts funds from rich members to poor members. A fiscal transfer scheme between (semi-)sovereign nations without any controls is a really bad idea even for the members of a monetary union. Continue reading Fiscal transfers without controls are a bad idea

Was will Alexis Tsipras?

Vorgestern habe ich noch dargelegt, warum ich das Werben für ein Nein im Referendum am Sonntag für eine Legitimation hielte, dass Herr Tsipras nur noch einen Schuldenschnitt von den Geldgebern erreichen will, nicht aber ein weiteres Hilfspaket.

Heute dagegen kommt Griechenlands Antrag auf ein waschechtes ESM-Programm, was unvorteilhafter für Griechenland ist, als es das vor einer Woche ausgelaufene EFSF-Programm war. Es bleibt also die Frage, was Herr Tsipras mit dem Referendum erreichen wollte. Offensichtlich wollte er kein Mandat der Griechen dafür, weitere Hilfsprogramme abzulehnen. Was also will er und wie ist sein Handeln zu interpretieren? Continue reading Was will Alexis Tsipras?

Europe needs enforcable rules, no fiscal centralisation

The Economist still advocates a form of debt mutualisation in Europe, that is Eurobonds of one sort or another. While I usually agree with the Economist on most topics, I am really baffled by how stubborn the Economist is in advocating these ideas, rubbish as they are. Continue reading Europe needs enforcable rules, no fiscal centralisation

Der negative Euribor und ein Ausstiegsszenario

Gestern war also der wichtigste Interbankenzinssatz, der 3-Monats Euribor, kurzzeitig negativ. Nicht viel, aber immerhin.
Es wird immer deutlicher, dass die EZB die Geister, die sie rief nicht mehr los werden kann. Das Niedrigzinsumfeld verselbstständigt sich, schon erwarten Banken ein Fallen der Hypothekenzinsen möglicherweise in negatives Territorium. Continue reading Der negative Euribor und ein Ausstiegsszenario

Game of Chicken mit Hintergedanken

Griechenland hat die Eurozone seit Beginn der Schuldenkrise 2010 in ein Game of Chicken gezwungen – wer zuerst blinzelt hat verloren, aber einer muss blinzeln, sonst verlieren beide. Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Tsipras hat das Spiel nun noch einmal verschärft. Da stellt sich nun die Frage, ob Tsipras wirklich noch ein Game of Chicken spielt oder ob wir uns nicht längst in einer Variante des Spiels befinden, in der zwar beide verlieren wenn keiner blinzelt, aber der Verlust für Griechenland deutlich niedriger ist als für die Eurozone – scheinbar zumindest. Continue reading Game of Chicken mit Hintergedanken

Die Wirtschaft wartet nicht

In Griechenland findet seit geraumer Zeit ein leiser Bankrun statt, der sich jetzt wohl noch einmal beschleunigt hat. Wie jeder Bankrun ist es individuell optimal sein Konto leerzuräumen und Bargeld zu halten, aber in der Summe ist das natürlich fatal für Banken und damit auch für den griechischen Staat. Immerhin sind es die Banken, die mit dem Kaufen von T-Bills die Regierung gerade so noch über Wasser halten – auch wenn das nicht ewig so weitergehen kann, wie die EZB gerade beschlossen hat. Continue reading Die Wirtschaft wartet nicht