Vattenfall dämlich, Künast peinlich

In den letzten Tagen, nach der erneuten Panne im AKW Krümmel und den bekanntgewordenen Pannen in weiteren Vattenfall-AKWs in Schweden, kann man den Energiekonzern wohl nur als dämlich bezeichnen. Die Kernenergie steht in Deutschland auf der Kippe und Vattenfall installiert vorgeschriebene Überwachungssysteme nicht?! Auch ist die Informationspolitik mal wieder klasse, dabei weiß man doch spätestens seit KfW und HRE, dass die Salamitaktik nur Ärger verursacht. Und gerade bei einem sensiblen Thema wie der Kernenergie müssten Vattenfall und Co. ein Musterbeispiel an Transparenz abgeben…

Getoppt wird das nur noch nur Renate Künast, die “Vattenfall-Kunden” geraten hat, den Stromanbieter zu wechseln. Liebe Frau Künast, vielleicht wissen sie nicht, wie der Strom in die Steckdose kommt, aber bestimmt nicht, in dem ich beim Erzeuger/Kraftwerk meiner Wahl anrufe und dort ne Kiste Strom bestelle. Mein Energieversorger kauft vom Energieerzeuger eine gewisse Menge und vertickt diese Menge dann an seine Kunden. Und es ist egal wo in Hamburg man ist, und ob man den ökologischsten Ökostrom aus Bodenhaltung bestellt hat, aus der Steckdose kommt Krümmel-Atomstrom. Mal wieder gilt: Erst denken, dann reden…. Achso, dann müsste man ja was sinnvolles und richtiges sagen…

Klein Olaf und die Rentenformel

Ich war irgendwie froh, als die SPD den putzigen Olaf Scholz vor ein paar Jahren als Generalsekretärplacebo abgesägt hat… wenn ich geahnt hätte, dass selbiger Olaf Scholz 2009 den Generationenvertrag mit der politischen Abrissbirne platt machen würde, wäre er besser Generalsekretär geblieben.

So. Jetzt sollen also die Renten bei sinkenden Löhnen nicht mehr sinken. Ok. Wahlkampfgetöse der SPD, könnte man jetzt sagen. Was vermutlich auch berechtigt ist.
Aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass die Sozis diesen Schmarrn auch glauben und davon überzeugt sind, dass ein Auto immer weiter fährt, selbst wenn immer mehr Leute einsteigen und man gleichzeitig die Luft aus den Reifen lässt.

Der demografische Wandel (vulgo: Die Leute werden immer älter) ist wunderbar. Ich will schließlich auch mindestens 100 Jahre alt werden und außerdem sollen alle, die ich mag, entsprechend lang mit mir auf dieser Erde sein. Aber diese Herausforderung kann unser umlagefinanziertes Rentensystem nicht mehr bewältigen, egal wie stark die Produktivität steigt. Wir brauchen ein auf mehreren Säulen beruhendes Rentensystem und wir brauchen es jetzt!
Die Riesterrente war ein guter Schritt, aber wenn die Renten bei sinkenden Löhnen (wovon in der Krise auszugehen ist) nicht mitsinken, dann heißt das im Umkehrschluss, dass der Rentenbeitrag steigen wird. Woher sollen die Bürger denn dann das Geld nehmen, um privat vorsorgen zu können?

Darüber hinaus scheinen die SPDler nicht kapiert zu haben, wie unser Rentensystem funktioniert. Es ist mitnichten so, dass ein “Versicherter” sein Arbeitsleben lang einzahlt und dann am Ende daraus die Rente bekommt. Vielmehr finanziert ein Beitragszahler nicht seine eigene Rente, sondern die der jetzigen Rentner. Von einer Versicherung zu reden ist daher in höchstem Maße gefährlich und falsch.

Aber naja… von der SPD sinnvolle Vorschläge zu erwarten ist ein komplett nutzloses Unterfangen… Und die CDU?
Die rennt kopflos ihrem Koalitionspartner hinterher. Auch hier leider Fehlanzeige.

Ich hab hier mal das Rentensystem der FDP verlinkt. https://my.fdp.de/wiki/index.php/Rentenversicherung

Yippie… 1.Mai!

Ach ist das herrlich, den Gewerkschaften beim “Tag der Arbeit”-Feiern zuzusehen…

Da fordert man fröhlich Zwangsanleihen für Reiche, Mindestlöhne und beschwört ausgelassen bei Bratwurst und Pommes soziale Unruhen. Welch Idylle…

Zwangsanleihen für Reiche?! Wieviel sollen die denn vom Vermögen abgeben? Nur zur Info, Deutschland hat ein BIP von ca. 3 Billionen €, da machen Zwangsanleihen bestenfalls einen Tropfen auf den heißen Stein aus, haben aber keinen volkswirtschaftlichen Effekt. Es nervt und verärgert nur die “Reichen”. Die Gewerkschaften und auch die Pappnasenpolitiker die solche Forderungen unterstützen (z.B. Torsten Schäfer-Gümbel) sollten sich überlegen, ob sie wirklich Spaltpilz der Gesellschaft sein wollen.

Mindestlöhne… Darüber muss man kaum was schreiben. Preissteigerungen erster Ordnung, Anstieg der Schwarzarbeit, Anstieg der Arbeitslosigkeit, Eingriff in die verfassungsmäßig geschützte Tarifautonomie, Preissteigerungen zweiter Ordnung, usw. Hab ich was vergessen? Egal, es reicht, um festzustellen, dass Mindestlöhne der größte Humbug ist.

Wer soziale Unruhen wie in Frankreich beschwört, zündelt mit der Stabilität unserer Gesellschaft und legitimiert gleichzeitig die Steinewerfer der autonomen Szene. Von geistigen Brandstiftern wie Sommer, Bsirske und Lafontaine bin ich sowas ja schon gewöhnt (schlimm genug). Aber dass sich Gesine Schwan als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten zu solchen Aussagen hinreißen läßt, ist gradezu erschreckend. Der Bundespräsident ist der Präsident aller Deutschen und muss wie kein anderer als Symbol für die Einheit und Solidarität der Gesellschaft stehen. Und genau das unterscheidet einen Präsidenten von einer Zählkandidatin.

Interessantes zu Biosprit

Das habe ich grade auf heise.de gefunden. Vielleicht bringt es die
unglaublich ideologisch geführte Debatte Energieträger wenigstens auf
den Boden wissenschaftlicher Vorgehensweise zurück, vielleicht sogar
bringt es sie ein Stückchen weiter.

http://www.heise.de/newsticker/Studie-Biotreibstoff-umweltschaedlicher-als-Benzin–/meldung/133828
http://www.heise.de/tr/Umweltschaedliches-Maisethanol–/artikel/133318