Leseempfehlung: „Steigt der Anteil der Armen in Deutschland?“

Kolja Rudzio schreibt in der ZEIT einen besonnenen und unaufgeregten Artikel zur Armut in Deutschland, wie sie gemessen wird und wie die Ergebnisse fehlinterpretiert oder sogar missbraucht werden.

Lesenswert für Ökonomen und Statistikfans und für Linke jeder Coleur, die über den Tellerrand hinausblicken wollen.

Leseempfehlung: „Ein bißchen Erkenntnis: von probabilistischen Gesetzmäßigkeiten“

Im FAZ-Blog „Deus Ex Machina“ ist ein schöner Artikel über statistische Gesetzmäßigkeiten erschienen, hauptsächlich über das Zipfsche Gesetz.

Ein bißchen Erkenntnis: von probabilistischen Gesetzmäßigkeiten

Der Beitrag ist lesenswert für alle Zahlenfanaktiker, Musikliebhaber und Ökonomen. Eine illustre Runde? Vielleicht, aber das Zipfsche Gesetz scheint diese drei Disziplinen stärker zu verbinden, als es zunächst den Anschein haben mag.

Leseempfehlung: „Anthropologe Gunther Hirschfelder ‚Die Gans macht ein schlechtes Gewissen‘“

In der FAS vom 23.12.2012 steht ein interessantes Interview mit dem Regensburger Anthropologen Gunther Hirschfelder. Er spricht über den Bedeutungswandel von Weihnachten, die Gründe dafür; über Essen, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit und über das Selbstbild einer Kultur. Sehr lesenswert mit einigen bedenkenswerten Ansätzen.

Wie feierst Du Weihnachten? Als religiöses Fest oder als Familienfeier? Mit oder ohne Gans? Ich freue mich auf Deine Kommentare.

NGDP Targeting ist gefährlich

Im Moment geht ein Hype durch die Literatur über Zentralbankökonomik. Paul Krugman ist ein Fan, bald-BoE-Gouverneur Mark Carney auch und gestern erschien ein entsprechender Beitrag von Jeffrey Frankel in der einflussreichen Ökonomenplattform VoxEU. Die Rede ist von NGDP Targeting, also der Überlegung, dass die Zentralbanken nicht mehr die Inflationsrate als Zielgröße haben sollten, sondern stattdessen das nominale Bruttoinlandsprodukt (engl. nominal gross domestic product, NGDP). Continue reading NGDP Targeting ist gefährlich

Leseempfehlung: Zur Bankenaufsicht der EZB

Heute empfehle ich mal zwei Artikel, die sich beide mit der baldigen Bankenaufsicht der EZB beschäftigen. Diese soll Anfang 2014 in Kraft treten. Allerdings musste heute ein Bundesbanker, dessen Vortrag ich in der Uni gehört habe, zugeben, dass man nach noch nicht genau weiß, ob die EZB die operative oder die hoheitliche Bankenaufsicht bekommt. Von der operativen Aufsicht mit Vor-Ort-Kontrollen sollte die EZB die Finger lassen; das können die jeweils nationalen Aufsichtsbehörden viel besser, weil sie viel mehr Erfahrung haben. Die hoheitliche Aufsicht darf die Notenbank dagegen unter keinen Umständen bekommen. Warum das so ist erklären meine beiden Leseempfehlungen.

Zum einen den Kommentar “Allmächtige EZB” von Holger Steltzner vom 13.12.2012 und zum anderen der Blogeintrag “ECB dilemma” von John ‘The Grumpy Economist’ Cochrane.

Was denkst Du? Ist die Bankenaufsicht bei der EZB nicht schlimm und regt nur noch “angestaubte Ordnungspolitiker” (Steltzner) auf? Oder entscheiden unsere Regierungen mal wieder über Dinge, die sie nicht verstehen und wir Bürger müssen hinterher die Zeche zahlen? Ich freue mich auf Deine Kommentare.

Winter-Workshop der Bundesbank

Letzte Woche war ich für fünf Tage im Tagungszentrum der Deutschen Bundesbank in Eltville und habe am Winter-Workshop “Europäische Geldpolitik in der Praxis” teilgenommen.

Thematisch gingen die Vorträge und Seminare von den Entwicklungen an den Finanzmärkten über die Transmission der Geldpolitik bis hin zur Sicherheitenpolitik im Eurosystem. Ich habe nicht nur jede Menge Neues gelernt, sondern auch gesehen, wie die Inhalte aus dem Studium im Tagesgeschäft einer Zentralbank eingesetzt werden. Ich möchte mich bei der Bundesbank und den Dozenten und Organisatoren für den gelungenen Workshop bedanken. Aber so ein Workshop steht und fällt natürlich auch mit den Teilnehmern.

Von Euch habe ich viel gelernt und ich habe die fünf Tage mit Euch genossen und freue mich darauf vielleicht mit dem einen oder anderen irgendwann mal wieder zu tun zu haben. Vielleicht schaffen wir es auch, den Kontakt nicht vollständig abreißen zu lassen.