Dick Flacid – Tilde [LOKW-011]

p { margin-bottom: 0.21cm; }

Oh, ein Netlabel, das ich noch nicht kenne: Catnap. Gleich mal nach den House-Releases gesehen und da sticht eines besonders hervor. „Tilde“ von Dick Flacid ist dick aufgetragener Peaktime House ohne Schnickschnack. Folgendes schreibt Catnap zum Release:

“Tilde (LOKW-011) is the debut release of Dick Flacid, released in late 2007 on Lo-Kiwi Netlabel. Since Lo-Kiwi ceased to exist, hence making it hard to find or download, we thought it would be appropriate to have it available here. Take an electro house ride with Dick, you won’t regret it. Rodeo!”

Knackige Basslines bringen die Tanzfläche zum Beben, oder massieren dein Trommelfell beim entspannten Kopfhörergenuss. Knackig, groovig, geradlinig. Eine tolle kleine EP.

Treffen sich zwei Schneeflocken…

p { margin-bottom: 0.21cm; }

… sagt die eine zur anderen: „Hey, lass uns nach Mainz fliegen und ein bisschen Chaos verursachen!“ Darauf die andere: „Ach, das schaffst Du doch auch alleine!“
So oder so ähnlich muss es sich gestern an den Ufern des Rheins zugetragen haben. Gegen 14 Uhr hats ein bisschen geschneit und auf den Wiesen ist es liegengeblieben, während die Straßen sehr schnell wieder frei uns befahrbar waren. Warum diese laut Anzeigetafeln der Bushaltestellen „extremen Witterungsbedingungen“ für solche Verspätungen gesorgt haben, weiß ich nicht.
Ich wundere mich eigentlich jeden Winter, darüber wie unvorbereitet viele Leute und Unternehmen sind. Bisher war es in jedem Winter, der auch üblicherweise immer nach dem Herbst kam, zumeist kalt, regnerisch und bei Schnee und Frost auch glatt. Ist es so schwierig, den Winter 2010/2011 zu antizipieren und vielleicht die Busse mit Winterreifen oder Schneeketten auszustatten?
Vielleicht hacke ich auch gerade auf den falschen herum, und die MVG ist unschuldig und wurde von anderen Teilnehmern des motorisierten Individualverkehrs aufgehalten, die ihrerseits nicht in der Lage waren, den Winter vorherzusehen und vielleicht Vorbereitungen zu treffen. Oder aber es sind diejenigen Autofahrern, die bei zwei Flöckchen schon Schiss bekommen, und mit 20 über die Straßen schleichen. Vielleicht ist es auch eine Kombination aus allem.
Soviele Autos, die bei Schnee ohne Licht und mit ungeräumtem Dach fahren, lassen mich zu dem Schluss kommen, dass das mit dem Winter wohl so ähnlich ist, wie Weihnachten. So sicher wie das Amen in der Kirche, aber einige trifft es offenbar völlig unvorbereitet, und sie haben keine Ahnung, wie man sich verhalten soll.

Die Sicherheitsfanatiker von Union und SPD…

… sollten sich mal fragen, ob es wirklich nötig ist Vorratsdatenspeicherung (Ralf Jäger, SPD, Innenminister NRW und Hans-Peter Uhl, CSU, Innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion) oder sogar Handy- und Internetverbote für Verdächtige (Uwe Schünemann, CDU, Innenminister Niedersachsen) durchsetzen zu wollen. Immerhin wurden die Bombenpäckchen aus dem Jemen auch ohne diese Gesetze gefunden und unschädlich gemacht.
Und der Bundesinnenminister soll mit seiner Panikmache aufhören. Ich traue es dem Innenministerium, dem BKA und den anderen Ermittlungsstellen durchaus zu, die Gefahrenlage korrekt einzuschätzen. Entweder haben diese Ermittlungsstellen tatsächlich Hinweise gefunden, dann muss alles daran gesetzt werden das zu verhindern, oder es gibt sie nicht, dann soll Herr de Maizère einfach still sein. Immerhin ist der Innenminister besonnener als seine Kollegen und hat relativ lange gewartet, bis er die Öffentlichkeit informiert hat. Dennoch spielt diese vage, wolkige Ankündigung nur den Terroristen in die Hände, weil es Angst (lat. terror) in der Bevölkerung erzeugt.
Ich glaube nicht, dass die Herren Innenminister so blöd sind und das nicht wissen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass hier mit voller Absicht mit den Ängsten der Bevölkerung gespielt wird, um der Polizei weitere repressive Ermittlungsmethoden geben zu können. Union und SPD bestätigen nur einmal wieder, dass sie staatsgläubige Feinde der Freiheit sind und nicht verstanden haben, dass es in einer Demokratie Sachen gibt, die keine öffentliche Stelle etwas angeht. Zum Beispiel wo ich im Internet surfe oder wen ich wann wie lange angerufen habe.
Dass sich die Paranoiker aus Union und SPD mit ihren Forderungen nach immer neuen Überwachungs-Schnickschnack völlig in Absurdistan befinden, zeigen die Paketbomben.   Die fliegen im Frachtraum mit. An den Nacktscannern vorbei. Ist das nicht fies? Da geben sich Union und SPD solche Mühe, den Flugpassagieren einen Massen-Strip zu verpassen und da denken sich die Terroristen einfach was neues aus. Gemeinheit!

Für den Protest!

Manchmal sind es die kleinen Dinge 🙂 Zum Beispiel dieses Fundstück hier:
http://www.dagegen21.de


Da kann man sich seine eigenes “individuelles Protestschild” generieren und sich die “Grundausrüstung als Profi-Protestler” sichern.


Als Beispiele

Lasst eurer Fantasie freien Lauf und seid mal so richtig schön dagegen. Aufregen. Demonstrieren. Protestieren. Blockieren! Herrlich!

Dagegen!

Jetzt auch noch gegen Olympia. Die Grünen sprechen sich gegen eine Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 aus. Das sei nicht ökologisch und nachhaltig.
Wie nachhaltig ist denn die Politik einer Partei, die gegen alles ist? Gegen Olympia, gegen Stuttgart21, die Fehmarnbelt-Querung, gegen den Flughafenausbau Frankfurt, gegen der Flughafen Kassel-Calden, gegen Castor-Transporte, gegen Atomkraft, gegen ein Endlager für Atommüll (der soll lieber an der Oberfläche liegen, oder was?!), gegen mehr Wettbewerb im Gesundheitssystem, gegen Steuervereinfachungen,…

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Der grüne Lifestyle ist wohl nicht mehr als Sattheit und Fortschrittsangst gepaart mit einem ordentlichen Schuss Nimby. Insofern sind die Grünen und ihr Klientel konservativer und fortschrittsfeindlicher als die CDU es jemals sein könnte.

Apropos Klientel. Die Lieblingsbeschäftigung der Grünen ist es ja, FDPler mit dem Vorwurf der Klientelpolitik zu bashen. Und dann beschließt der Bundesparteitag der Grünen, 100% Ökostrom bis 2030. Wenn das keine Klientelpolitik für die Solar- und Windbranche ist…

Liebe Grüne. Wenn ihr wirklich so aufgeklärt und liberal wärt, wie ihr immer tut, dann würdet ihr euch auf den Marktmechanismus verlassen. Dann gäbe es immer noch Leute, die gerne Ökostrom haben wollen und diesen dann auch bezahlen. Aber euer beschlossenes Programm strotzt nur so vor Begriffen wie “verpflichtend” und “verbieten”. Das ist alles andere, aber nicht liberal. Und tut nicht so, als wüßtet ihr alleine, was gut wäre. Jeder einzelne Mensch, was besser für ihn ist und kann selbst entscheiden. Aber dass es dann Menschen gibt, die nicht eurer Meinung sind, könnt ihr wohl nicht ertragen.

Da ist es viel einfacher, dagegen zu sein. Gegen den Markt, gegen die Vernunft, gegen die Freiheit.

Filmtipp: 9

Gestern abend war ich im Uni-Kino. Gezeigt wurde “9” von Shane Acker. Trotz der düsteren Atmosphäre einer toten, durch einen Weltkrieg zerstörten Erde, ist der Film mit seinen kleinen knuddeligen Stoffpuppen als Protagonisten, eine unglaublich warmherzige Hymne an das Leben. Gleichzeitig ein Plädoyer für Frieden und gegen totalitäre Bestrebungen, zeigt der Film deutlich, wo die Menschheit enden kann, gibt aber auch Hoffnung, es nicht soweit kommen zu lassen.
Die Anleihen bei “2001”, “Wall-E” und “Matrix” sind zwar recht deutlich, aber so geschickt mit einander verwoben, dass “9” kein billiger Abklatsch ist, sondern ein dystopisches Kammerspiel von neun kleinen Puppen gegen einen scheinbar übermächtigen Feind.
Schade, dass der Film in Deutschland nicht die Aufmerksamkeit erfahren hat, die er verdient. Ein kleines feines Juwel und absolut sehenswert.

Offizielle Seite zum Film

VA – Supakonfekt [supa010]

Ein Jahr.
So lange hat es gedauert, bis auf Supafeed mal wieder ein Release erschienen ist. Eigentlich hatte ich dieses kleine aber feine House-Netlabel schon für tot gehalten. Aber jetzt melden sie sich mit einem Sampler zu Release Nummer 10 eindrucksvoll zurück: “Supakonfekt – In 10 verschiedenen Sorten” ist ein toller Querschnitt von Deep House, Dub, Techno, Disco und Electro-Funk. So kann der Winter kommen!

Mein persönlicher Favorit ist das soulige Vocal-House-Stück “Everytime” von Elina Monova. Geschmeidig, smooth, deephousig. Da kann man kaum anders, als der singenden Dame auf die Tanzfläche zu folgen. Sehr fein.

Supafeed Releases
Direkter Download von VA – Supakonfekt

Quo vadis, Darmstadt?

Ich habe langsam das Gefühl, da steckt Methode dahinter. Erst keine ICE-Vollanbindung für Südhessens Metropole. Dann keine Nordostumgehung. Geldverschwendung in einem riesigen Zuschussbetrieb Kongresszentrum. Nicht in der Lage die Innenstadt gegenüber dem Gewerbegebiet Weiterstadt konkurrenzfähig zu machen. Und dann höre ich heute morgen in den Nachrichten, dass die Stadtverordnetenversammlung in Darmstadt nicht nur die unsägliche Zweitwohnsitzsteuer beschlossen hat (Schande über die Darmstädter FDP an dieser Stelle), sondern auch eine Kulturabgabe aka Bettensteuer.
Offenbar will die Stadtverordnetenversammlung und der Magistrat Darmstadt in den Abgrund treiben.

Wie man nur auf die absurde Idee kommen kann, eine Bettensteuer einzuführen bleibt mir ein Rätsel. Ja, vielleicht kann man damit die Theater der stadt unterstützen. Aber wenn ich die Theater unterstützen möchte, dann trete ich dem Förderverein bei oder spende. Aber von jedem Gast eine Förderung irgendwelcher willkürlicher Bespaßungen der Stadt zu verlangen, ist bestenfalls dreist.

Gleiches gilt für die Zweitwohnsitzsteuer. Jeder, der in Darmstadt seinen Zweitwohnsitz gemeldet hat, kann diese Entscheidung gut begründen. Ich kann von jeder Stadt erwarten, dass diese Gründe akzeptiert werden und die Menschen nicht aufgrund einer individuellen Entscheidung bestraft werden. Das Begrüßungsgeld von 100 € ist da ein schlechter Scherz auf Kosten der Studenten, Wochenpendler und anderer Zweitwohnsitzinhaber. Wenn Darmstadt nicht in der Lage ist, seine Ausgaben alle zu decken, dann ist es der falsche Weg, Studenten, Wochenpendler und Hotelgäste zu schröpfen. Vielmehr müssen die Ausgaben überprüft und gekürzt werden. Das heißt auch z.B. eben nicht mehr von der HSE zu kaufen (ca. 280 Millionen €) sondern die Anteile weiter zu privatisieren.

Bild: Hochzeitsturm, https://secure.wikimedia.org/wikipedia/commons/wiki/File:Mathildenhoehe-hochzeitsturm-053.jpg