Yippie… 1.Mai!

Ach ist das herrlich, den Gewerkschaften beim „Tag der Arbeit“-Feiern zuzusehen…

Da fordert man fröhlich Zwangsanleihen für Reiche, Mindestlöhne und beschwört ausgelassen bei Bratwurst und Pommes soziale Unruhen. Welch Idylle…

Zwangsanleihen für Reiche?! Wieviel sollen die denn vom Vermögen abgeben? Nur zur Info, Deutschland hat ein BIP von ca. 3 Billionen €, da machen Zwangsanleihen bestenfalls einen Tropfen auf den heißen Stein aus, haben aber keinen volkswirtschaftlichen Effekt. Es nervt und verärgert nur die „Reichen“. Die Gewerkschaften und auch die Pappnasenpolitiker die solche Forderungen unterstützen (z.B. Torsten Schäfer-Gümbel) sollten sich überlegen, ob sie wirklich Spaltpilz der Gesellschaft sein wollen.

Mindestlöhne… Darüber muss man kaum was schreiben. Preissteigerungen erster Ordnung, Anstieg der Schwarzarbeit, Anstieg der Arbeitslosigkeit, Eingriff in die verfassungsmäßig geschützte Tarifautonomie, Preissteigerungen zweiter Ordnung, usw. Hab ich was vergessen? Egal, es reicht, um festzustellen, dass Mindestlöhne der größte Humbug ist.

Wer soziale Unruhen wie in Frankreich beschwört, zündelt mit der Stabilität unserer Gesellschaft und legitimiert gleichzeitig die Steinewerfer der autonomen Szene. Von geistigen Brandstiftern wie Sommer, Bsirske und Lafontaine bin ich sowas ja schon gewöhnt (schlimm genug). Aber dass sich Gesine Schwan als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten zu solchen Aussagen hinreißen läßt, ist gradezu erschreckend. Der Bundespräsident ist der Präsident aller Deutschen und muss wie kein anderer als Symbol für die Einheit und Solidarität der Gesellschaft stehen. Und genau das unterscheidet einen Präsidenten von einer Zählkandidatin.

Veröffentlicht von

Benjamin

Bloggt über Wirtschaft und Politik. Nimmt Ordnungspolitik ernst. Promoviert über Währungsunionen. Blogs about Economics and Politics. Takes Ordnungspolitik seriously. Studies monetary unions for his doctorate.