Leseempfehlung „The swamps of DSGE despair“

Noah Smith schreibt auf seinem Blog Noahpinion über die Unzulänglichkeiten von DSGE-Modellen. Nun ist es vielleicht etwas vermessen von einem Studenten der VWL, die Lastesel der modernen Makroökonomik zu kritisieren – aber Smith schreibt über den DSGE-Ansatz genau das, was ich mir schon immer dachte: Zu komplex, zu beliebig, zu stark vereinfacht.

Noahpinion: The swamps of DSGE despairs

Besonders ein Absatz hat es mir angetan: Dort schreibt er über eine Alternative, nämlich das Konzept der Meteorologen zu klauen.

[…] I’d suggest incorporating these reliable microeconomic insights into large-scale simulations (like the ones meteorolgists use to forecast the weather); in fact, any DSGE model that incorporates all of the actual frictions we find is likely to be so complicated, and so full of multiple equilibria in the full nonlinear case, that it demands this kind of approach.

Jahrzehntelang haben wir Ökonomen versucht, wie die Physiker zu werden. Vielleicht hätten wir eher versuchen sollen, wie die Meteorologen zu werden. Immerhin untersuchen diese, genau wie wir, ein hochkomplexes, interdependentes, (chaotisches?), rückgekoppeltes System. Anstatt die Wirtschaft mit eleganter Mathematik zu lösen, ist es vielleicht zielführender es mit brachialer Rechengewalt zu versuchen.

(via @zopolan)

Veröffentlicht von

Benjamin

Bloggt über Wirtschaft und Politik. Nimmt Ordnungspolitik ernst. Promoviert über Währungsunionen. Blogs about Economics and Politics. Takes Ordnungspolitik seriously. Studies monetary unions for his doctorate.