Vattenfall dämlich, Künast peinlich

In den letzten Tagen, nach der erneuten Panne im AKW Krümmel und den bekanntgewordenen Pannen in weiteren Vattenfall-AKWs in Schweden, kann man den Energiekonzern wohl nur als dämlich bezeichnen. Die Kernenergie steht in Deutschland auf der Kippe und Vattenfall installiert vorgeschriebene Überwachungssysteme nicht?! Auch ist die Informationspolitik mal wieder klasse, dabei weiß man doch spätestens seit KfW und HRE, dass die Salamitaktik nur Ärger verursacht. Und gerade bei einem sensiblen Thema wie der Kernenergie müssten Vattenfall und Co. ein Musterbeispiel an Transparenz abgeben…

Getoppt wird das nur noch nur Renate Künast, die „Vattenfall-Kunden“ geraten hat, den Stromanbieter zu wechseln. Liebe Frau Künast, vielleicht wissen sie nicht, wie der Strom in die Steckdose kommt, aber bestimmt nicht, in dem ich beim Erzeuger/Kraftwerk meiner Wahl anrufe und dort ne Kiste Strom bestelle. Mein Energieversorger kauft vom Energieerzeuger eine gewisse Menge und vertickt diese Menge dann an seine Kunden. Und es ist egal wo in Hamburg man ist, und ob man den ökologischsten Ökostrom aus Bodenhaltung bestellt hat, aus der Steckdose kommt Krümmel-Atomstrom. Mal wieder gilt: Erst denken, dann reden…. Achso, dann müsste man ja was sinnvolles und richtiges sagen…

Veröffentlicht von

Benjamin

Bloggt über Wirtschaft und Politik. Nimmt Ordnungspolitik ernst. Promoviert über Währungsunionen. Blogs about Economics and Politics. Takes Ordnungspolitik seriously. Studies monetary unions for his doctorate.