Meine politische Ausrichtung (BTW13 Edition)

Vor einiger Zeit hatte ich mal den Political Compass gemacht und mich als Rechtsliberalen wiedergefunden – wenn auch in einem amerikanischen System. Heute habe ich zwei auf die Bundestagswahl 2013 zugeschnittene Tests nach dem selben Schema gemacht: Das ParteieNavi (grottiger Name!) und den Bundeswahlkompass.Das Ergebnis ist nicht wirklich überraschend, ich bin nun mal ein Liberaler. Jeweils am Nächsten liegt mir die FDP – zumindest nach dem Parteiprogramm zu urteilen. Was dann in einer Regierung daraus gemacht wird ist, kann halt blöderweise abweichen.

Meine politische Ausrichtung (ParteieNavi, August 2013)
Meine politische Ausrichtung (ParteieNavi, August 2013)
Meine politische Ausrichtung (Bundeswahlkompass, August 2013)
Meine politische Ausrichtung (Bundeswahlkompass, August 2013)

Beide haben interessante Zusatzfunktionen. Beim ParteieNavi gibt der hellrote Kringel meine Selbsteinschätzung an und der rote Kringel meine tatsächliche Position anhand meiner Antworten. Passt ziemlich gut, oder?
Dagegen bietet der Bundeswahlkompass eine Art „Konfidenzellipse“ an. Berechnet aus der Standardabweichung der Antworten zeigt es mir wie präzise meine politische Ausrichtung ist.

Bei beiden Diagrammen fällt auf, dass es keine Partei im eigentlich liberalen Quadranten aus wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Liberalität gibt – das Beste in dieser Ecke ist die FDP, die allerdings deutlich weniger progressiv ist, als sie es gerne hätte. Vielleicht sollte sie dahingehend mal nachdenken, wenn sie sich die Umfragewerte und vermutlich auch das Ergebnis ansieht. In dieser Ecke gibt es vermutlich recht viele Wähler zu holen.

Veröffentlicht von

Benjamin

Bloggt über Wirtschaft und Politik. Nimmt Ordnungspolitik ernst. Promoviert über Währungsunionen. Blogs about Economics and Politics. Takes Ordnungspolitik seriously. Studies monetary unions for his doctorate.

2 Gedanken zu „Meine politische Ausrichtung (BTW13 Edition)“

  1. Nettes Spielzeug.

    Ich frage mich allerdings, was an der SPD progressiv sein soll?

    Das „von oben nach unten verteilen“, „den Reichen wegnehmen“ und die grenzenlose Unfähigkeit mit Steuergeldern umzugehen ist, neben dem „Hauptsache ich behalte mein Mandat – mein Geschwätz von gestern interessiert mich eh nicht“ schon seit -zig Jahren das einzige, was die roten Ecke zu bieten hat.

    Wie erfolgversprechend das ist, sehen wir ja an den Staaten, die den Kommunismus nicht mit dem hohlen Wort „sozial“ zu übertünchen versuchen.

    1. Die Einteilung in progressiv vs konservativ ist ja nicht von mir. Und Du verwechselst die Achsen.
      Der Umgang der Parteien mit Steuern und Geld ist auf der horizontalen links-rechts Achse einzuordnen.
      Die vertikale Achse gibt die gesellschaftspolitische Ausrichtung an. Gemessen daran ist die SPD imho eindeutig progressiv, insbesondere im Vergleich zur Union.

      Ich bin allerdings enttäuscht von der FDP, die ich gerne weiter „oben“, also progressiver gesehen hätte. In dem Zusammenhang bin ich wohl auch von mir enttäuscht.
      Nun stellt sich aber die Frage, wie die Progressivität der Parteien gemessen wird und ob das eine sinnvolle Methode ist. Dazu sagen die Tools aber nichts. Insofern ist das ganze Ergebnis sowieso etwas vage. Ein Spielzeug, in der Tat. Aber ein interessantes Spielzeug.

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