Leseempfehlung: „The Price Is Wrong“

Kein halbwegs ökonomisch interessierter Mensch kann einen Artikel mit einer solch provokanten Überschrift ignorieren, selbst wenn der Artikel von Paul Krugman kommt.

Krugman: The Price Is Wrong

Krugman schreibt über den amerikanische Abschwung und präsentiert zwei, sich gegenseitig ausschließende Alternativen. Natürlich hält er die „Wir müssen mehr Geld ausgeben“-Alternative für die richtige – nichts anderes war zu erwarten. Es sei der Preis des Gelds, die erwartete Inflation und damit der reale Zins, der falsch ist und nicht etwa der Preis der Arbeit, der nominale Lohn.

Er übersieht dabei, dass etwas ganz anderes in den USA falsch läuft und das hat nichts mit den Preisen zu tun, die sehr wohl korrekt sind. Würde meine Regierung sich im Dauerstreit selbst über kleinste Kleinigkeiten befinden, ich würde als Unternehmer auch nichts investieren.

Es geht hier weniger um das Sparen-wollen als vielmehr um das Ausgeben-können. Die Politik ist durch ihr ständiges Gezeter dafür verantwortlich, dass sich die Wachstumsaussichten getrübt haben. Ähnlich wie in Europa sorgt die politische Unsicherheit für fehlende Investitionen. Und das hat tatsächlich sowohl angebotsseitige als auch nachfrageseitige Auswirkungen.

 

Veröffentlicht von

Benjamin

Bloggt über Wirtschaft und Politik. Nimmt Ordnungspolitik ernst. Promoviert über Währungsunionen. Blogs about Economics and Politics. Takes Ordnungspolitik seriously. Studies monetary unions for his doctorate.

3 Gedanken zu „Leseempfehlung: „The Price Is Wrong““

  1. Kein halbwegs ökonomisch interessierter Mensch kann einen Artikel mit einer solch provokanten Überschrift ignorieren, selbst wenn der Artikel von Paul Krugman kommt.

    Autsch 😉

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