Kommunismus war scheiße, ist scheiße und bleibt scheiße

Sorry für die drastische Formulierung der Überschrift, aber in einige Ewiggestrige geht es wohl nicht anders rein, als über unverblümte, schonungslose, brutale weil ehrliche Bestandsaufnahme.

Wieso sollten wir „Wege in den Kommunismus“ finden wollen, wie es Frau Lötzsch fordert, wenn wir sehen wie der Kommunismus überall auf der Welt endete?
Die DDR, die Sowjetunion und der gesamte europäische „Ostblock“ waren Beispiele dafür, was passiert, wenn linke Spinner zuviel Macht bekommen. Unrechtsstaat, keine Demokratie, Menschenrechtseinschränkungen, heruntergewirtschaftet und letzen Endes an inneren Spannungen zerbrochen.
Der Zusammenbruch der Sowjetunion hinterließ an vielen Stellen Brandherde, die die Welt noch heute beschäftigen oder den Menschen in diesen Gegenden noch heute ihre Freiheit nicht zukommen lassen. Die jüngsten Wahlfälschungen in Weißrussland seien nur mal beispielhaft genannt.
In China geht es den Menschen nur deswegen (wirtschaftlich) etwas besser, weil die Kommunisten dort die härtesten Kapitalisten der ganzen Welt sind. Aber China bleibt eine menschrechtsverachtende Diktatur.
Über Nordkorea und seine Bande von Irren, die dort die Menschen unterdrücken müssen wir gar nicht reden.
Kuba hat mit dem Interimspräsidenten Raul Castro eine kurze Blüte erlebt, weil dieser die Gründung von Kleinstunternehmen erlaubt hat. Kaum ist der große Bruder Fidel zurück, geht’s wieder abwärts. Mal abgesehen ist das ein völlig undemokratischer Vorgang, wenn zwei Brüder sich im Präsidentenamt abwechseln. Aber Hey… Kommunismus! Da geht sowas!

Muss ich weitermachen? Ich denke nicht.

Sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich erzeugten alle kommunistischen Experimente bisher nur Chaos, Leid, Unterdrückung und Armut. Die Wege in den Kommunismus führen also alle in den Abgrund. Ausnahmslos.

Frau Lötzsch spricht im Beitrag in der Jungen Welt auch noch vom „demokratischen Sozialismus“.  Mit Verlaub, dämlicher geht es nicht. Es kann kein demokratisches und sozialistisches System geben. In einer Demokratie haben die Bürger die Wahl zwischen allen möglichen politischen Richtungen, und dazu gehören auch politische Kräfte, die dem Sozialismus ablehnend gegenüberstehen. Früher oder später wird ein „Demokratischer Sozialismus“ also entweder seine Demokratie verlieren, weil andere politische Meinungen unterdrückt werden (Menschenrechte?) oder seinen Sozialismus, weil andere politische Kräfte die Demokratie und die Freiheit sichern. Liebe Linke: Ihr müsst wählen, entweder Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft oder Unterdrückung, Diktatur und Kommunismus. Wenn ihr letzteres wollt könnt ihr ja gerne nach Nordkorea gehen. Mal sehen ob an der Universität Pjöngjang auch Aufkleber mit „Kommunismus Scha-la-la-la-la!“ geduldet werde oder ob’s dafür nicht 10 Jahre Arbeitslager gibt.
Zum Schluss, liebe Frau Lötzsch: Die Aufregung des „Establishments“ über Ihren Beitrag sind kein Zeichen von Unsicherheit über den Kapitalismus, sondern sind ein Zeichen dafür, dass die freiheitlichen Kräfte in Deutschland stark sind und genau wissen, was passiert, wenn Meinungen für eine „größere Sache“ unterdrückt werden.

Bild: Liberale Hochschulgruppen

Veröffentlicht von

Benjamin

Bloggt über Wirtschaft und Politik. Nimmt Ordnungspolitik ernst. Promoviert über Währungsunionen. Blogs about Economics and Politics. Takes Ordnungspolitik seriously. Studies monetary unions for his doctorate.

Ein Gedanke zu „Kommunismus war scheiße, ist scheiße und bleibt scheiße“

  1. "In China geht es den Menschen nur deswegen (wirtschaftlich) etwas besser, weil die Kommunisten dort die härtesten Kapitalisten der ganzen Welt sind. Aber China bleibt eine menschrechtsverachtende Diktatur." Ich weiß nicht von welchem China Sie sprechen, aber das China, dass ich kenne, das war nie kommunistisch. Angefangen hat es mit Mao. Schonmal der erste Fehler, denn keine einzelne Person kann die Arbeiterklasse emanzipieren, sondern die "Emanzipation der Arbeiterklasse muß das Werk der Arbeiterklasse selbst sein" (F. Engels, 1888). Nur weil sich eine Partei und ihre Mitglieder als kommunistisch bzw. Kommunisten bezeichnen, heißt dies noch lange nicht, dass es auch welche sind. Man darf hier nicht von Kommunisten sprechen, das wäre eine Verfälschung an den Grundgedanken von Marx und Engels. Außerdem gehört Kommunismus und Diktatur nicht in einen Satz. Die Menschenrechtsverachtung gilt deshalb nicht für die Kommunisten, sondern für Kapitalisten. Ist denn nicht heute ein sechstel der Weltbevölkerung am verhungern? Ist dies nicht einer der schwerwiegenden Fehler dieses schrecklichen Systems? Das Essen würde für alle Menschen reichen, was wir zur verfügung haben. Der Kapitalismus tötet elegand. Das ist der große Fehler, nicht der Kommunismus. Aber hey… Kapitalismus! Da geht sowas. "Frau Lötzsch spricht im Beitrag in der Jungen Welt auch noch vom "demokratischen Sozialismus". Mit Verlaub, dämlicher geht es nicht. Es kann kein demokratisches und sozialistisches System geben." Ich würde sagen, sozialistisch und demokratisch sind Grundvorraussetzungen für ein gut funktionierendes System. Die Macht geht vom Volke aus… Wenn die Menschen z.B. eine nationale Politik ablehnen, warum sollte diese auch vertreten sein? Es wird nicht gesagt, dass nur z.B. die linke zur wahl stehen würde. Da haben Sie was falsch verstanden, oder extra so interpretiert."Liebe Linke: Ihr müsst wählen, entweder Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft oder Unterdrückung, Diktatur und Kommunismus." Also um eines Klarzustellen: Freiheit und Unterdrückung sind gegensätzlich, klar. Demokratie und Diktatur natürlich auch. Aber Kommunismus und Marktwirtschaft? Was hat eine Herrschaftsform mit einem Wirtschaftssystem zu gemeinsam? Wenn, dann hieße es Marktwirtschaft und Planwirtschaft. Und außerdem schließt Kommunismus die Freiheit nicht aus, sowie die Demokratie. Die sind bestens damit vereinbar.

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