Tamer Akgul – That Feeling [did053]

Auf Deep In Dub gibt’s mit der Nummer 53 ein dickes Paket Deep House von Tamer Akgul. „That Feeling“ heißt das einstündige Album mit insgesamt 10 Titeln. Ungewöhnlich für Deep In Dub ist das hier waschechter Deep House und mal kein Dub Techno oder Dub House, die sonst den Großteil der Releases auf Deep In Dub ausmachen.
An allen Ecken und Ende groovt und glitzert es. „That Feeling“, der namensgebende Eröffnungstitel kommt mit zerhackstückelten Vocals und rückwärts gespielten Synthies daher. Schade, dass er keinen nennenswerten Spannungsbogen hat. Ich hätte vielleicht einen anderen Eröffnungstitel verwendet.
Nummer zwei „Baby“ ist ein elegant groovendes Stück Deep House, kein Knaller aber solide.
„Deeper“ basiert auf einer discoesken Harmoniefolge und glitzert sich durch die Kopfhörer. Discoschick trifft Deep House Grooves.
Bei Nummer vier „Just A Phase“ packt Tamer Akgul zum ersten Mal das Fender Rhodes aus und präsentiert die klassischen Zutaten Jazz-Harmonien, Discobeat und Funkbass in Perfektion. Besser hätte es auch ein Vincenzo nicht gekonnt.
„Just An Illusion“ ist schon ein bisschen techhousiger, aber die Jazz-Harmonien sind noch erkennbar und die Vocals komplettieren das Housebild.
Die zweite Halbzeit beginnt mit „Mangos“, das man schon unter Progressive House abhängen kann. Tamer Akgul fährt alles auf, was House nach vorne treibt: von Bassvariationen über Spannungsaufbauten bis hin zu leicht shuffligen Hihatrhythmen. Kommt gut.
„Questions“ bleibt beim Progressive House, geht aber noch weiter. Hier und da werden Tranceanleihen genommen und gekonnt verwoben.
Wieder was klassisches kommt mit „Rain“. Schöner Beats, tolle Atmosphäre. Aber das nervig reingeblökte ‚Raaaaiiihiiin‘ macht die tollste Stimmung kaputt. Schade, dass es davon keinen Instrumental Mix gibt.
So entspannt, wie es der Name vermuten lässt ist „Smooth Vibe“ nicht. Stattdessen geht es eher in Richtung Tanzfläche anstatt Richtung Lounge.
Den Abschluss bildet „Too Late“, ein klassischer Tanzflächentitel, bei dem in der Mitte ganz kurz der Trance durchschimmert. Nettes Teil.

Tamer Akgul – That Feeling, Deep In Dubs Nummer 53 ist ein solides Deep House Album mit vielen tollen Tracks für die Tanzfläche und wenigen Schwächen. Aber ein wegweisendes Album ist es nicht.

Anspieltipps: Just A Phase, Mangos.
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Veröffentlicht von

Benjamin

Bloggt über Wirtschaft und Politik. Nimmt Ordnungspolitik ernst. Promoviert über Währungsunionen. Blogs about Economics and Politics. Takes Ordnungspolitik seriously. Studies monetary unions for his doctorate.