Existance – Miles Apart EP [cut009]

Cut Records nähert sich dem ersten größeren Meilenstein. Die neunte Veröffentlichung „Miles Apart EP“ von Existance hängt die qualitative Messlatte für kommende Musik noch ein Stückchen höher. Munter spielt Existance hier mit den Genres und pfeift auf gängige Abgrenzungen.

Der Titelgeber „Miles Apart (Concepts)“ beginnt entspannt mit balearischen Gitarren und sanften Vocals wie es auf einer Café del Mar nicht besser sein könnte. Aber mit dem Beat weiß der geneigte Hörer, dass es inzwischen nicht mehr 1998 ist, denn wo man mit einem klassischen Loungebeat rechnet, perlt Dubstep aus den Lautsprechern. Nicht aufdringlich, nicht düster, sondern die wie ich finde logische Weiterentwicklung von Chillout/Lounge.

Nummer zwei „Uninhabitated“ zitiert die ähnliche Fusion aus Lounge und Dubstep, doch hier ist der Fokus eher in Richtung Tanzfläche denn Sofa verschoben. Es dominiert klar der Dubstep, ohne aber die Lounge-Atmosphäre zu stören.

Mit „Pelennor Fields“ endet die kleine EP sehr entspannt. Jazz Akkorde auf dem Klavier mischen sich über den Beat. Dazu kommen Synthesizersounds, die man sonst eher auf den jüngeren Alben von Schiller hört, als in der Netaudioszene.

Leider endet hier die Fahrt bereits nach guten 13 Minuten. Ich warte auf die nächsten Veröffentlichungen von Existance, denn „Miles Apart“ ist eine wirklich hörenswerte kleine EP mit tollen Ideen. Wenn man eine Genrebezeichnung vergeben wollte, obwohl Existance hier bewusst die Grenzen verwischt, es wäre wohl Loungestep. Aber lassen wir die Wortklauberei sein und die Musik für sich sprechen.

Anspieltipp: Miles Apart (Concepts)

Veröffentlicht von

Benjamin

Bloggt über Wirtschaft und Politik. Nimmt Ordnungspolitik ernst. Promoviert über Währungsunionen. Blogs about Economics and Politics. Takes Ordnungspolitik seriously. Studies monetary unions for his doctorate.