Treffen sich zwei Schneeflocken…

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… sagt die eine zur anderen: „Hey, lass uns nach Mainz fliegen und ein bisschen Chaos verursachen!“ Darauf die andere: „Ach, das schaffst Du doch auch alleine!“
So oder so ähnlich muss es sich gestern an den Ufern des Rheins zugetragen haben. Gegen 14 Uhr hats ein bisschen geschneit und auf den Wiesen ist es liegengeblieben, während die Straßen sehr schnell wieder frei uns befahrbar waren. Warum diese laut Anzeigetafeln der Bushaltestellen „extremen Witterungsbedingungen“ für solche Verspätungen gesorgt haben, weiß ich nicht.
Ich wundere mich eigentlich jeden Winter, darüber wie unvorbereitet viele Leute und Unternehmen sind. Bisher war es in jedem Winter, der auch üblicherweise immer nach dem Herbst kam, zumeist kalt, regnerisch und bei Schnee und Frost auch glatt. Ist es so schwierig, den Winter 2010/2011 zu antizipieren und vielleicht die Busse mit Winterreifen oder Schneeketten auszustatten?
Vielleicht hacke ich auch gerade auf den falschen herum, und die MVG ist unschuldig und wurde von anderen Teilnehmern des motorisierten Individualverkehrs aufgehalten, die ihrerseits nicht in der Lage waren, den Winter vorherzusehen und vielleicht Vorbereitungen zu treffen. Oder aber es sind diejenigen Autofahrern, die bei zwei Flöckchen schon Schiss bekommen, und mit 20 über die Straßen schleichen. Vielleicht ist es auch eine Kombination aus allem.
Soviele Autos, die bei Schnee ohne Licht und mit ungeräumtem Dach fahren, lassen mich zu dem Schluss kommen, dass das mit dem Winter wohl so ähnlich ist, wie Weihnachten. So sicher wie das Amen in der Kirche, aber einige trifft es offenbar völlig unvorbereitet, und sie haben keine Ahnung, wie man sich verhalten soll.

Veröffentlicht von

Benjamin

Bloggt über Wirtschaft und Politik. Nimmt Ordnungspolitik ernst. Promoviert über Währungsunionen. Blogs about Economics and Politics. Takes Ordnungspolitik seriously. Studies monetary unions for his doctorate.