Ubuntu One Music Store – Der Praxistest

Heute habe ich zum ersten Mal den Ubuntu One Music Store (UMS) ausprobiert. Die gute Nachricht zu erst: Es gibt wieder Paypal und Click&Buy als Zahlungsmethoden im UMS.
Die Web-ähnliche Oberfläche in Rhythmbox ist zwar verbesserungsfähig funktioniert aber eigentlich recht sauber. Unschön ist, dass UMS meinen Suchbegriff aus dem Suchfeld löscht und auch die Dropdownbox daneben immer wieder auf ‚Artist‘ zurückstellt. Auch hängt der Store ab und zu und man muss zurück zum Start. Immerhin bleibt der Warenkorb erhalten. Usability geht anders, aber ich denke mal mit Maverick Meerkat wirds wohl besser.
Die Downloads laufen sehr geht mit Ubuntu One im Hintergrund.
Das größte Problem tut sich dann auf, wenn man seine Musik sucht. Die FAQ von UMS sagt dazu folgendes:

Where are my song files?
The Ubuntu One Music Store downloads purchased songs to a specific folder which is individually synchronised with Ubuntu One (a new feature in Ubuntu 10.04 LTS), rather than to a subfolder of Ubuntu One. For technical reasons, it’s not possible to have one synced folder inside another synced folder. Many people already sync their existing Music folder so this sync would therefore break if we made the Music Store folder a subfolder of ~/Music.
The actual folder is hidden in .ubuntuone, but a symlink to that folder is created in the standard freedesktop data storage area for ubuntuone (likely to be .local/share/ubuntuone on your machine) which has a translatable name so that it can be made available in the user’s choice of language. To browse to the purchased music folder on your desktop:
  • Open Nautilus and browse to your home folder
  • Click View >> Show Hidden Files (Ctrl+H)
  • Browse to „.ubuntuone/Purchased from Ubuntu One“

Soweit so gut. Zumindest technisch kann ich das einigermaßen nachvollziehen, warum es aber nicht in einen Ordner wie ~/UMS o.Ä. gesynct wird bleibt mir ein Rätsel.
Ok. Ich klick mich also zu ~/.ubuntuone/Purchased from Ubuntu One und glaube mich tritt ein Pferd.
Erst nach Artist sortiert, jeweils ein Ordner, darunter jeweils ein Ordner mit dem Albumtitel und darin dann die MP3s, allerdings nur der Titel als Dateiname, keine Nummer, kein Künstler, nix.
Was musste ich mir auch eine Compilation kaufen? 🙂
Vielleicht gibt es wirklich Leute, die ihre Musik so sortieren, aber ich gehöre nicht dazu. Immerhin sind die MP3s sauber getaggt und tauchen problemlos sortiert in Rhythmbox auf. Aber ich hätte trotzdem gerne eine Möglichkeit irgendwo einzustellen, nach welchem Muster UMS die Dateien beim Syncen sortiert und vor allem wohin.
Ansonsten ist UMS wirklich saugut, wenn auch im Vergleich zu Amazon ein bisschen teurer. Aber da ein Teil der Einnahmen an Canonical gehen und somit die Entwicklung von Ubuntu finanzieren, ist es mir das wert.

Veröffentlicht von

Benjamin

Bloggt über Wirtschaft und Politik. Nimmt Ordnungspolitik ernst. Promoviert über Währungsunionen. Blogs about Economics and Politics. Takes Ordnungspolitik seriously. Studies monetary unions for his doctorate.