Selbsttest

Es müsste jetzt so etwa eine Woche her sein, als die Gnome-Entwickler bekannt gaben, dass im neuen Gnome3 standardmäßig die Minimieren- und Maximierenknöpfe aus den Fenstern entfernt werden. Sofort war die Community gespalten in die Toll-Finder und in die Ablehner. Blogposts schossen aus dem Boden, wie man die Buttons in den aktuellen Vorabversionen von Gnome3 wieder bekommen kann und wie man die Buttons in Gnome2 los wird.
Ich habe mich mal an einen der letzteren Blogposts gehalten und die Buttons bei mir weggeschmissen.

Und ich vermisse sie kein Stück.

Ehrlich. Es hat etwa einen Tag Umgewöhnung gebraucht, aber dann brauchte ich die Buttons nicht mehr. Maximieren geht per Doppelklick auf die Titelleiste und Minimieren mit der mittleren Maustaste. Auch das Ziehen des Fensters an den oberen Bildschirmrand funktioniert zum Maximieren, und durch das Wegziehen wird ein Fenster wieder klein.

Ich finde es gut, wenn mutige Entwickler mit alten Strukturen brechen und versuchen überflüssige Knöpfe, Schalter und sonstwas von modernen Desktops zu entfernen. Weniger Knöpfe, weniger Verwirrung, mehr Konzentration aufs Wesentliche. Zumindest in dieser Designphilosophie können sich die Linux-Entwickler gerne auf Apple beziehen.

Veröffentlicht von

Benjamin

Bloggt über Wirtschaft und Politik. Nimmt Ordnungspolitik ernst. Promoviert über Währungsunionen. Blogs about Economics and Politics. Takes Ordnungspolitik seriously. Studies monetary unions for his doctorate.