Otmar Issing über das Überdehnen der Politik

Gerade habe ich diesen schönen Satz von Otmar Issing in einem Aufsatz über die Unabhängigkeit der Zentralbank gelesen:

The temptation to extend the political sphere into all areas of life is inherent in any democracy. At the end of this process is an overtaxing of the policy-makers, as a consequence of which there is a risk that people will be disappointed about dashed expectations, and thus of democracy being put in jeopardy.
— Otmar Issing, 1993
in „Central Bank Independence and Monetary Stability“

Dieser Satz bringt, gerade vor einer Bundestagswahl, zum Ausdruck, was Politik zu leisten vermag und was nicht. Es sei denjenigen zum Denken gegeben, die bei jedem Problem „Da muss man doch was machen!“ rufen.

Was denkst Du? Wo sind die Grenzen zwischen Politik und Privatem? Was kann und was sollte nicht politisch sein? Ich freue mich auf Kommentare.

Veröffentlicht von

Benjamin

Bloggt über Wirtschaft und Politik. Nimmt Ordnungspolitik ernst. Promoviert über Währungsunionen. Blogs about Economics and Politics. Takes Ordnungspolitik seriously. Studies monetary unions for his doctorate.