INSM-Blog: „Was ist die bessere Geldpolitik? Inflations- und BIP-Ziele im Vergleich“

Ich habe im INSM-Blog etwas zu NGDP-Targeting geschrieben und warum es Murks ist.

Was ist die bessere Geldpolitik? Inflations- und BIP-Ziele im Vergleich

Den etwas Versierteren (und Polemikresistenteren) sei auch mein Artikel über NGDP-Targeting hier empfohlen.

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Die Causa „Drosselkom“

Nachdem die Deutsche Telekom (DTAG) angekündigt hat die DSL-Anschlüsse ab einem gewissen Datenvolumen zu drosseln ging es im Netz hoch her: Von einem Angriff auf die Netzneutralität war die Rede. Etwas, das die Netzgemeinde – und ich auch – etwa so sehr leiden können wie Fußpilz. Nun stellt sich aber die Frage, ob eine DSL-Drosselung objektiv betrachtet tatsächlich eine Einschränkung der Netzneutralität darstellt.

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Die vertane Chance der FDP

Gestern endete der Wahlprogramm-Parteitag der FDP in Nürnberg. Die Delegierten beschlossen unter anderem, eine Lohnuntergrenze zu fordern – was die nicht gerade als FDP-feindlich bekannte Welt als „Mindestlohn light“ bespöttelte [1].

Zu recht. Die FDP hat immer noch nicht begriffen, dass ihr bereits eine Legislaturperiode dauerndes Umfragetief nicht etwa einer mangelnden Sozialdemokratisierung geschuldet ist, sondern der Sozialdemokratisierung als solcher. Lesen fortsetzen

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Blinzelt die EZB?

Es ist mal wieder der erste Donnerstag eines Monats und der EZB-Rat tagt gerade. Anders als in den vergangenen Monaten scheint es diesmal nicht ausgemacht, dass der Leitzins bei 75 Basispunkten bleibt. Gibt die EZB den Drängen der Börsen nach und senkt den Leitzins auf ein weiteres historisches Tief? Ich hoffe nicht.

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Monopole und Marktversagen (I)

Ein Monopol, von griechisch monos (einer) und polein (verkaufen), ist eine Marktsituation bei der vielen Nachfragern nur ein Anbieter gegenübersteht.

Da dieser durch Marktbeobachtung ein recht gutes Bild von der Preisabhängigkeit der Nachfrage haben wird, kann er seinen Preis strategisch so optimieren, dass er den maximalen Gewinn erwirtschaftet. Das heißt nicht, dass ein Monopolist die komplette Zahlungsbereitschaft aller Nachfrager abgreift. Es wird auch in einem Monopolmarkt Nachfrager geben, deren Zahlungsbereitschaft so hoch ist, dass sie eine Konsumentenrente bekommen.So weit, so gut. Das steht aber auch in jedem einführenden Mikroökonomie-Lehrbuch. Aber woher kommen die Dinger?

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Leseempfehlung: „The Price Is Wrong“

Kein halbwegs ökonomisch interessierter Mensch kann einen Artikel mit einer solch provokanten Überschrift ignorieren, selbst wenn der Artikel von Paul Krugman kommt.

Krugman: The Price Is Wrong

Krugman schreibt über den amerikanische Abschwung und präsentiert zwei, sich gegenseitig ausschließende Alternativen. Natürlich hält er die "Wir müssen mehr Geld ausgeben"-Alternative für die richtige – nichts anderes war zu erwarten. Es sei der Preis des Gelds, die erwartete Inflation und damit der reale Zins, der falsch ist und nicht etwa der Preis der Arbeit, der nominale Lohn.

Er übersieht dabei, dass etwas ganz anderes in den USA falsch läuft und das hat nichts mit den Preisen zu tun, die sehr wohl korrekt sind. Würde meine Regierung sich im Dauerstreit selbst über kleinste Kleinigkeiten befinden, ich würde als Unternehmer auch nichts investieren.

Es geht hier weniger um das Sparen-wollen als vielmehr um das Ausgeben-können. Die Politik ist durch ihr ständiges Gezeter dafür verantwortlich, dass sich die Wachstumsaussichten getrübt haben. Ähnlich wie in Europa sorgt die politische Unsicherheit für fehlende Investitionen. Und das hat tatsächlich sowohl angebotsseitige als auch nachfrageseitige Auswirkungen.

 

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Leseempfehlung „The swamps of DSGE despair“

Noah Smith schreibt auf seinem Blog Noahpinion über die Unzulänglichkeiten von DSGE-Modellen. Nun ist es vielleicht etwas vermessen von einem Studenten der VWL, die Lastesel der modernen Makroökonomik zu kritisieren – aber Smith schreibt über den DSGE-Ansatz genau das, was ich mir schon immer dachte: Zu komplex, zu beliebig, zu stark vereinfacht.

Noahpinion: The swamps of DSGE despairs

Besonders ein Absatz hat es mir angetan: Dort schreibt er über eine Alternative, nämlich das Konzept der Meteorologen zu klauen.

[...] I'd suggest incorporating these reliable microeconomic insights into large-scale simulations (like the ones meteorolgists use to forecast the weather); in fact, any DSGE model that incorporates all of the actual frictions we find is likely to be so complicated, and so full of multiple equilibria in the full nonlinear case, that it demands this kind of approach.

Jahrzehntelang haben wir Ökonomen versucht, wie die Physiker zu werden. Vielleicht hätten wir eher versuchen sollen, wie die Meteorologen zu werden. Immerhin untersuchen diese, genau wie wir, ein hochkomplexes, interdependentes, (chaotisches?), rückgekoppeltes System. Anstatt die Wirtschaft mit eleganter Mathematik zu lösen, ist es vielleicht zielführender es mit brachialer Rechengewalt zu versuchen.

(via @zopolan)

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Monopoly - Gespielter Kapitalismus?

Letzte Woche haben meine Freunde und ich eine lustige kleine Monopolyrunde gespielt. Offiziell als wirtschaftswissenschaftliches Experiment, um festzustellen ob die These eines der Freunde aufrechtzuerhalten war, dass man Monopoly am besten nicht-kooperativ spielen soll. Ein anderer Freund und ich hielten dagegen und sagten, dass man kooperativ spielen wird, wenn die Umstände es erfordern; etwa wenn man sich durch einen Deal in ein bereits verloren geglaubtes Spiel zurückzufinden erhofft. Lesen fortsetzen

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Zyperns verkorkster Bailout

Achtung: Rant-Alarm!

Manchmal frage ich mich wirklich, ob ich nicht im falschen Film bin. Das hier ist doch nicht die echte Welt, sondern ein Klamaukstreifen. Ihr wisst schon, so á la Mr Bean, wenn man in den Fernseher springen möchte, um ihm zu helfen. Oder wie Familie Heinz Becker. Oder ein Absurditätenkabinett wie Monty Python. Anders kann ich mir die komplette Hirnverbranntheit nicht erklären, die unsere Politiker gerade an den Tag legen.

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